Meteoritenforschung im NHM Wien

Unpackbar. Ich habe gerade die einmalige Gelegenheit einen echten Marsmeteoriten in meinen Fingern zu halten.
Unpackbar. Ich habe gerade die einmalige Gelegenheit einen echten Marsmeteoriten in meinen Fingern zu halten.

Nein.

Wissenschaft, Astronomie, Astrophysik sind NICHT uninteressant. Man muss nur einmal den richtigen Einstieg finden. (Wenn dann eine Wissenschaftlerin auch noch so sprechen kann, dass es einem in den Bann zieht und leicht verständlich für Laien wie mich, ist die Sache perfekt) :)

So geschehen heute, bei einer Führung der Meteoritenexpertin Dr. Julia Walter-Roszjár im Naturhistorischen Museum in Wien. 

 

 

Nach einer kurzen Einführung  ging es direkt in die Forschungslaboratorien des NHM.

Ab zu den modernsten Raster- und Elektronen-mikroskopen, direkt in die spannende Forschungsarbeit. Ihr Lieblingsgebiet sind die Marsmeteoriten und es ist unglaublich, was man aus diesen Gesteinsfragmenten im Mikrometer Bereich alles herauslesen kann.


Je genauer man forscht, je kleiner, desto mehr erfährt man über Lichtjahre entfernte Planeten und Asteroiden. Die moderne Wissenschaft macht Erkenntnisse möglich, von denen man vor ein paar Jahren nur träumen konnte. Mittlerweile gab es sogar einen Wissenschaftlichen Artikel, man hätte Erdmeteoriten im Mondgestein gefunden das von den Apollomissionen auf die Erde gebracht wurde. So werden wir vielleicht doch irgendwann das Geheimnis lösen, ob unser Mond doch durch einen Einschlag auf unserer Erde entstand. Auf dem Foto rechts unten gibt es Arbeit zum entspannen. Hier analysiert die Wissenschaftlerin Staub der auf das Dach des Museums gefallen ist um Meteoritenstaub nachzuweisen, der täglich auf unsere Kugel prasselt. Jedes dieser Nanopartikel gibt ein Stück zu einem riesen Puzzle frei. 

 

Auf den unteren Bildern sieht man die Labors, wo die Meteoriten für die Elektronen Mikroskope präperiert und vorbereitet werden. Die Arbeitsschritte wurden erklärt und hier durfte ich auch den vorbereiteten Marsmeteoriten angreifen. Irre wenn so ein Teil von so weit weg kommt und dann in meinen Händen liegt. Und was er alles an Info frei geben wird. 

(Mich beeindruckten auch diese vielen unterschiedlichen Periodensysteme, die immer für spezielle Untersuchungen dort hängen :))

 

Wer gefallen an diesem Thema gefunden hat, kann die Meteoritenschau im NHM besuchen. Immerhin haben wir in Österreich eine der größten.

Übrigens, dass es im NHM nun auch diese Forschungslaboratorien gibt, wusste nicht einmal ich. 

Ein Besuch im Naturhistorischen Museum zahlt sich immer aus. Die Wissenschaftlichen Erkenntnisse überschlagen sich in Zeiten wie diesen. 

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